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Thailand 2006, nach drei Tagen Bangkok war in diesem Jahr Ao Nang / Krabi unser Ziel. Wir hatten uns für zwei Hotels in Ao Nang und der Umgebung entschieden. Das Pakasai Resort war unsere erste Station.
1. Lage / Gebäude
Das Pakasai liegt ein wenig außerhalb in Ao Nang, vom Hotel bist zur „Mainroad“ mit vielen Geschäften und Restaurants sind es ca. 5-10 Gehminuten. In der direkten Nähe befindet sich ein kleiner Supermarkt, wo man Getränke und viele andere nützliche Dinge einkaufen kann. Bis zum Strand sind es allerdings gut und gerne 10 Minuten, wobei der schönere Strandabschnitt gute 15 Minuten entfernt ist. Das Resort ist in Hanglage in eine grüne Waldoase gebaut und verfügt über knapp 80 Zimmer, die in Verschiedenen einstöckigen Gebäuden untergebracht sind . Für Gehbehinderte ist das Hotel ungeeignet, auch die Wege werden bei Dunkelheit schnell zur Stolperfalle. Laut Katalogbeschreibung eignet sich das Hotel insbesondere für Honeymooner, da es über einen „besonderen Flair“ verfügt. Das können wir vorab schon mal bestätigen.....
Bewertung Lage: ●●
2. Klassifikation
Das Pakasai Resort & Spa ist als ein 4-Sterne Hotel klassifiziert.
3. Das Zimmer
Das Hotel bietet verschiedene Zimmerkategorien an. Über den Reiseveranstalter hatten wir ein Standardzimmer gebucht. Da wir im Juli dort waren – und dann ist es Nebensaison – hatten wir im Vorfeld mit dem Hotel Kontakt aufgenommen und ein kostenloses Upgrade für einen Deluxeroom ausgehandelt. Das Zimmer mit Klimaanlage verfügt über einen Steinboden, Fussspuren durch die Vorbenutzer oder das Personal waren nicht zu übersehen. Die Einrichtung würde ich für thailändische Verhältnisse als recht einfach und lieblos bezeichnen. Im Mittelpunkt des Zimmer befindet sich ein großes, flaches Bett. Die Matratze war etwas weich, aber für die Dauer unseres Aufenthaltes war das am Ende egal.. Neben dem Bett befand ich eine Art Liegesofa, recht schmal und für größere Menschen sind besonders geeignet. Vom Bett aus hatte man einen Blick auf den kleinen Fernseher, darunter befand sich eine recht karge Minibar. Die Getränkepreise für Cola und Bier waren für ein 4-Sterne Resort ausgesprochen günstig.. Rechts vom Fernseher war ein kleiner Schreibtisch, hier konnte man die nötigsten Dinge abstellen, ebenso im Schränkchen an der Minibar. Den Kleiderschrank haben wir im Wohnraum vergeblich gesucht, er war nicht vorhanden. Ein Deluxezimmer stelle ich mir anders vor. Insgesammt machte das Zimmer einen kalten, ungemütlichen Eindruck. Nach wenigen Minuten bemerkten wir dann einen eigentümlichen Geruch. Zunächst einmal vermuteten wir, das es an der Klimaanlage lag, die wir in angestellt hatten, aber wir haben schnell gemerkt, das es eine Mischung aus Chemie, Chlor und Schimmel war. Der Schimmel ist uns dann später auf die Atemwege geschlagen. Den Kleiderschrank haben wir im Wohnraum vergeblich gesucht, er war ebenso nicht vorhanden wir ein Safe. Seine Wertsachen musste man an der Rezeption abgeben. Die dortigen Schliessfächer reichten allerdings gerade einmal für Ausweise, Handy und andere Kleinigkeiten. Für meine EOS Kamera nebst Objektiven war hier allerdings kein Platz, so das diese immer im Zimmer zu deponieren waren. Ein Umstand, der mir nicht gefallen hat.
Vom Zimmer aus ging es über eine nicht fest schliessende große hölzerne Schiebetür ins Badezimmer. Das Badezimmer war ein länglicher Schlauch mit einer einfachen Dusche, daneben die Toilette und dem Bereich um das Waschbecken. Im Gegensatz zu uns bekannten Resort der gleichen Kategorie war die Ausstattung recht spärlich. Neben dem Waschbecken befindet sich die Kofferablage ! Diese war nach unten hin offen und nicht verkleidet. Beton und Stahlträger und Stangen, an denen man sich verletzen konnte waren nicht zu übersehen. Und neben der Kofferablage befindet sich der mickrige Kleiderschrank mit viel zu wenig Kleiderbügeln. Ein Kleiderschrank im Badezimmer, das nur über ein kleines Fenster verfügt, da freuen sich die Klamotten bei einer hohen Luftfeuchtigkeit. Im Kleiderschrank war auch ein Regenschirm, auf den man in der Regenzeit gerne zurückgreift. Alles in allem machte das Zimmer einen lieblosen, ungepflegten Eindruck, für ein 4-Sterne Resort nicht zu empfehlen. Die Bilder auf der Homepage des Hotel vermittelten einen anderen Eindruck.
Bewertung der Zimmer: ●●
3. Hoteleinrichtung
Wenn man von der Straße kommt fährt man direkt auf den hoteleigenen Parkplatz. In der rechten Ecke des Parkplatzes befindet sich etwas außerhalb des Resorts eine offenen Hotelbar, die einen gemütlichen Eindruck vermittelte und am Abend aufgrund der vielen bunten Lämpchen eine gemütliche Atmosphäre ausstrahlen kann. Vom Parkplatz aus gelang man über einen kleinen Weg zur Rezeption und zur Lobby. Beide Bereiche haben ihre besten Tage schon lange hinter sich und bedürften einer Renovierung. Alles machte einen recht dunklen Eindruck. Die Rezeption bestand aus einem großen Schreibtisch und zwei Stühlen für die ankommenden Gäste. Die Sitzpolster in der Lobby waren in die Jahre gekommen und die Stoffbezüge vereinzelt durch das Blut von erschlagenen Moskitos verschmutzt. Im Bereich der Lobby stand ein Fernseher und zwei Computer mit Internetanschluss. Das Internet war für die Hotelgäste kostenlos. Im hinteren Bereich der Lobby war eine weitere Bar, die allerdings abgedeckt gewesen ist. In direkter Umgebung zur Lobby ist der Frühstücksraum, der auch als Hotelrestaurant diente. Nicht gefallen hat mir der Anblick der direkten Durchreiche auf die Küche, das hat mich irgendwie an eine Kantine erinnert.
Auf dem Dach des Hauptgebäudes befindet sich eine Sonnenterrasse mit einem Pool. Der Ausblick war nicht so schön, blickte man doch je nach Lage auf die Überlandleitungen der Stromversorgung. Die Poolbar entpuppte sich als ein mittelgroßer Bretterverschlag, hinter dem sich ein Eisschrank und eine Spüle befand, die schon lange keine Reinigungsmittel gesehen hatte. Um den Pool herum befanden sich Liegen in ausreichender Stückzahl, die Auflagen waren nicht unbedingt als sauber zu bezeichnen.. Auf der Stirnseite des Pools befand sich eine Holzveranda, wo weitere Liegen standen. Hier befindet sich auch ein „Mini-Fitnessraum“, bestehend aus einem Ergometer und einer Hantelbank. Aus welchen Gründen auch immer war der Fitnessbereich durch eine große transparente Plastikfolie abgetrennt. Da kommt sicher ein Gefühl wie in der Sauna auf. Ebenso wie die Zimmer hat ich auch die Hoteleinrichtung nicht an ein 4-Sterne Resort erinnert.
Bewertung der Hoteleinrichtung ●●
4. Service
Unvergleichbar mit all den Hotels, die wir bisher in Thailand besucht haben. Wir haben im Vorfeld telefonisch vereinbart, das man uns am Flughafen abholt und haben zwei Stunden vor dem Abflug in Bangkok nochmals mit dem Hotel Rücksprache gehalten. Am Flughafen haben wir dann eine halbe Stunde gewartet. Ein Anruf im Hotel brachte uns zu der Erkenntnis, das man uns vergessen hatte. Man hat uns dann gebeten ein Taxi zu nehmen, was wir auch gemacht haben. Nach einer halben Stunde kamen wir dann am Hotel an. Von der Rezeption aus konnte man unsere Ankunft sehen und das wir zusammen mit dem Taxifahrer unser Gepäck ausgeladen haben. Das Gepäck haben wir dann, zusammen mit dem Taxifahrer , zur Rezeption getragen. Das man uns am Flughafen vergessen hatte blieb seitens des Hotels ohne Erwähnung, obwohl wir die einzigen Gäste waren, die zu diesem Zeitpunkt angereist sind. Beim Check-In konnte sich zunächst einmal keiner an das vereinbarte Upgrade erinnern, so das wir erst einmal unsere Mail heraussuchen mußten, bevor es auf das Zimmer ging.
Die Poolbar war an unserem Ankunftstag nicht besetzt. Die Handtücher lagen hinter der Poolbar, hier war Selbstbedienung angesagt, Getränke hätte man sich ebenfalls selber nehmen müssen. Auch in der Lobby und im PC-Bereich haperte es mit der Bedienung. Getränke wurden einem keine angeboten, das Personal saß dafür vor dem Fernseher, spielte am Handy und hatte überhaupt viel Spaß. Beide Bars und das Restaurant waren am Abend geschlossen.. Am darauffolgenden Tag hatte man uns in der Lobby zwei Glas Wasser angeboten, die Gläser waren nach drei Stunden noch nicht abgeräumt. Einen solch katastrophalen Service hatten wir noch nie erlebt. Später haben wir dann erfahren, das die Hotelmanagerin während unseres Aufenthaltes auf Geschäftsreise war. Darüber hinaus hatten wir noch den Windruck, das sich das Personal auf unsere Kosten einen netten Abend machen wollte. Wir hatten am nächsten Tag nach einem Taxi gefragt, mit dem wir zum Klong Muang Beach fahren wollten. Als Preise wurden uns für den Hin- und Rückweg 1600 Baht ( € 32,- ) genannt. Auf meinen Einwand, das ich gestern ein Schild mit einem Preis von 1000 Baht gesehen hatte wurde der Preis sofort korrigiert. Schau mal einer an....
Bewertung der Hoteleinrichtung : nicht vorhanden
5. Der Preis
Das Hotel kostete pro Nacht € 27,- p.P. inklusive Frühstück. In Anbetracht der Tatsache, das das Zimmer verschimmelt war und überhaupt kein Service vorhanden war ein stolzer Preis und absolut ungerechtfertigt. Die Internetraten des Hotels lagen wesentlich höher.
6. Internetseite
Pakasai Resort
7. Fazit
Das Pakasai Resort in Ao Nang ist das schlechteste Hotel, wir in 6 Jahren Thailand erlebt haben. Die 4 Sterne müssen ein Relikt aus der Vergangenheit sein. Wir haben das Hotel nach einem Aufenthalt von knapp 22 Stunden verlassen. Andere Gäste, die wir in unserer kurzen Zeit kennengelernt haben, haben unsere Einstellung geteilt und sind ebenso schnell abgereist wie wir. Null Service und ein Deluxe Room, der nachweislich ( vom Reiseleiter schriftlich bestätigt) mit Schimmel belastet war. Die Bewertung für das Essen fehlt, da wir auf das Frühstück verzichtet haben und uns lieber um unseren Umzug in das Sheraton Krabi gekümmert haben. Ein Blick auf das Frühstücksbüffet hat mir allerdings gezeigt, das wir auch da nichts verpaßt haben. Bilder vom Hotel haben wir nicht gemacht, dafür war uns unser Speicherplatz zu kostbar.
Nach unserer Heimkehr in Deutschland haben wir uns beim Veranstalter “Meiers Weltreisen” beschwert. Die Antwort kam nach knapp drei Wochen. Meiers Weltreisen hat sein “Bedauern” ausgedrückt und uns als Entschädigung eine Flasche Wein im Wert von € 4,00. geschickt. Peinlich. I
2007 sind wir am Pakasai vorbei gefahren - viele Bagger und eine große Baustelle. Hoffentlich tauschen die auch das Personal aus..... in 2008 war das “neue Pakasai” dann fertig - buchen würden wir das Hotel aber trotzdem nicht mehr.
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