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Was muss man sehen, wenn man für einige Tage in Bangkok ist ?
Diese Frage habe ich in diversen Reiseforen schon so oft gelesen und ich habe mir bestimmt schon 100 Mal die Finger wund getippt. Damit soll nun endlich Schluss sein und deswegen gibt es diese nun diese Kategorie. Beginnen möchte ich mit einem Aufenthalt von zwei Tagen- also ohne An- und Abreise, später kommen dann Ausflüge in die Umgebung dazu.
Zwei Tage in Bangkok
Bangkok, eine Metropole der Welt. Am Ende des Tages gibt es nur zwei Möglichkeiten für diesen Moloch, lieben oder hassen. Die Luft ist in der Regel recht schlecht, es stinkt nach Abgasen, Abwassersystemen oder man hat den Duft der Garküchen in der Nase, die es an jeder Ecke gibt und wo fleissig geköchelt wird. Umhüllt wird die Stadt von einer scheinbar immer vorhandenen Smogglocke. Der “normale” Tourist wird bei seinem ersten Besuch in Bangkok mit vielen Eindrücken konfrontiert. Ich habe das mal mit den ersten Stunden eines Ostberliners nach der Maueröffnung verglichen, da gibt es viel zu verarbeiten. Unser Hauptproblem war im Jahre 2002 die uns zur Verfügung stehende Zeit sinnvoll zu nutzen und möglichst schnell von A nach B zu kommen. Um hier nicht unnötig Zeit zu verlieren muss man einige Dinge wissen und sollte seine Planungen schon im Vorfeld danach ausrichten. Das Wichtigste ist sicherlich, das man sich vor dem Urlaub mit der Stadt und den Möglichkeiten, die sich einem bieten beschäftigt. All zu oft habe ich in Reiseforen Sätze gelesen wie “ morgen geht es los, wer hat noch eine Idee was man machen kann” oder noch besser “ was muss man in Bangkok gesehen haben” . Da hätte ich doch vorher mal in einen Reiseführer geschaut und das Internet bemüht.
Der Verkehr in Bangkok
Verkehr in Bangkok ? Einfach nur verrückt. Zu den Stosszeiten steht man im Dauerstau. Da helfen dann manchmal auch keine fünfspurigen Strasse. Wenn Stau ist, dann ist Stau. Grundsätzlich kann man sagen, das man dort nicht viel Rücksicht genommen wird, irgendwie scheint dort das Recht des Stärkeren zu regieren. Einen Mietwagen würde ich mir in Bangkok nie nehmen. Jeder fährt wie er will und die Strassenschilder kann man eh nicht lesen. Der Linksverkehr macht den Rest. Die Strassen sind überfüllt mit PKw´s , verschiedenfarbigen Taxen, großen und kleinen Bussen, Lieferwagen, Mopeds und eben Tuk-Tuk´s . Diese kleinen stinkenden Minitaxis bescheren einem einen unvergessliche Fahrt durch die Strassen Bangkoks. Miese Luft ohne Ende, laut und bei Regenwetter nicht immer sicher. Den Fahrpreis muss man mit dem Fahrer ( der wenn überhaupt nur ein paar Brocken Englisch kann ) aushandeln und man wird als Farang in der Regel über den Tisch gezogen. Preiswert wird es nur dann wenn der Fahrer einem eine nette Shoppingtour vorschlägt, weil es nur heute ( was für ein Zufall) einen Sonderverkauf oder einen Schnäppchenladen gibt und er so uneigennützig ist Dir als Fahrgast das zu zeigen. Der Fahrer bekommt dann dafür das er Dich dort vorbei bringt eine Komission, egal ob Du etwas kaufst oder nicht. Aber wer hat für sowas schon Zeit bei zwei Tagen in Bangkok ? Und auch wenn ich zwei Wochen in Bangkok wäre würde ich davon die Finger lassen.
Bei Taxifahrern kann Dir das übrigens auch passieren, so ging es uns zum Beispiel 2006. Da wollte man uns auch zu einer Shoppingtour überreden. Aber nicht mit uns. Taxifahren ist auch so eine Sache in Bangkok. Die Farben der Taxis sind so unterschiedlich wie die Menschen dieser Stadt . Wichtig zu wissen ist, das man immer versuchen sollte ein Taxi mit Taxameter zu erwischen. Nie mit dem Fahrer über den Preis der Strecke verhandeln, da macht man immer ein schlechtes Geschäft. Normalerweise gibt es für die ersten beiden Kilometer einen Festpreis von 35 Baht, danach zahlt man für jeden weiteren Kilometer 4-5 Baht, bei Stau wohl nochmal 1,25 Baht pro Minute. Wenn man ein Taxi benötigt, so sollte man dieses vom Strassenrand rauswinken und kein am Strassenrand stehendes Taxi nehmen. Dann muss man den Fahrer davon überzeugen, das man keinen “good price “ möchte, sondern das er das Taxameter anschaltet. Will er das nicht, dann sollte man aussteigen und den nächsten Wagen herauswinken. Das kann dann schon mal drei oder mehr Versuche dauern. Hat man dann einen Taxifahrer gefunden, dann kommt das nächste Problem. Man muss erklären wohin der Fahrer hinfahren soll. Und das ist ganz schön schwer. Die wenigsten Fahrer können Englisch und aus diesem Grunde empfiehlt es sich zum Beispiel immer eine Visitenkarte seines Hotels bei sich zu haben, denn da stehen Namen und Anschrift auch in Thaischrift drauf. Aber auch diese Visitenkarte gibt keine Sicherheit. In 2002 haben wir im Oriental Hotel gewohnt und der Fahrer hat uns ins Shangri-La Hotel gebracht. Zum Glück konnte der Portier ihm weiterhelfen.
Zum Glück gibt die eine oder andere vernünftige Alternative zu Tuk-Tuk und Taxi. Den Skytrain oder die Metro . Beide Fortbewegungsmittel sind für unsere Verhältnisse recht preiswert, dazu noch schnell und sauber. Der Skytrain schwebt auf Betonstelzen durch die City ist im Prinzip eine Magnetbahn. Made in Germany, ich meine es ist Siemens. Technik die begeistert, aber nur ausserhalb von Deutschland. Es gibt zwei große Linien, die Sukhumvit Line und die die Silom Line. Beide Linie überschneiden sich am Siam Square, so das ein Umsteigen sehr einfach ist. Die Silom Line fährt so zum Beispiel in Richtung National Stadium, wo sich auch das große Shoppingcenter MBK befindet oder über die Station Sala Deng mit dem bekannten Rotlichtviertel Patpong bis hin zur Taksin Bridge. Von dort aus kann man mit einem der Flussboote weiterfahren, um zum Grand Palace oder zum Wat Arun , dem Tempel der Morgenröte zu kommen. Die Sukhumvit Line fährt von On Nut kommend über die große Sukumvit Road, über Chitlom ( unweit vom Pratunam Market), Siam Square bis zur Station Mo Chit. Dort befindet sich übrigens der große Wochenendmarkt mit weit über 15000 Ständen. Fahrkarten für den Skytrain gibt es an jeder Station. Man bezahlt entweder die Strecke die man fahren möchte ( maximal 40 Baht) indem man ein Ticket löst oder man kauft eine Tageskarte für 120 Baht. Lohnt sich im Regelfall immer und man ist sehr flexibel. Wichtig zu wissen, der Skytrain fährt nur bis Mitternacht. Ähnlich verhält es sich bei der Metro . Die Metro fährt vom Hauptbahnhof Hua Lamphong ( von dort kommt man schnell nach Chinatown) über Silom Road und Sukhumvit Road bis hoch zum Wochenendmarkt. An einem Wochenende würde es sich also anbieten die eine Strecke mit dem Skytrain und die andere Strecke mit der Metro zu machen. Der Fahrpreis beträgt übrigens hier auch maximal 40 Baht. Tickets von Metro und Skytrain sind nicht kombinierbar. Bei der Metro bekommt man am Automaten nach Auswahl der Strecke ein Ticket oder besser gesagt einen Chip - der mich an Autoscouterfahren erinnert. Diesen Chip darf man nicht verlieren, wird er doch am Ende der Fahrt an einer Fahrgastschranke eingeworfen so das man auch wieder aus der Metro hinauskommt. Das Ticketsystem von Metro und Skytrain würde ich mir mal für eine Stadt wie Köln wünschen, Pünktlichkeit und Sauberkeit sind ebenfalls vorbildlich. Soweit zum Thema Personennahverkehr und Fortbewegung in Bangkok.
Bei der Auswahl des Hotels sollte man also darauf achten, das man nicht zu weit von einer Metro- oder Skytrainstation entfernt ist. Zeit ist bekanntlich kostbar, Hitze und schlechte Luft können gerade in den ersten beiden Tagen recht belastend sein.
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